Barion
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Ausflugstipp Sizilien

Ausflugstipp Auf der Suche nach den besten Geheimtipps im Mittelmeer - Sizilien und die ägadischen Inseln

Wie gut, dass es die Billigflug Airlines gibt! Für 45€ kam ich so an Italiens südlichsten Zipfel, nach SIZILIEN. TRÁPANI hieß meine Destination und obwohl es erst Mitte März war, begrüßte mich die sizilianische Sonne mit bestem T-Shirt Wetter. In meiner Unterkunft angekommen, stellte ich meinen Koffer ab um sogleich wieder weiterzuziehen. Der Vorteil von Billigfliegern ist die absolut unchristliche Landezeit, nicht selten steht einem zwar die Übernachtung am Flughafen bevor, weil so früh die öffentlichen Verkehrsmittel nicht fahren, aber, so hat man dann immerhin den ganzen Tag am Urlaubsziel vor sich. Obwohl die Provinzhauptstadt, Trápani mit dem barocken Zentrum rund um den Corso Vittorio Emanuele äußerst verlockend ist, hatte ich am Morgen etwas anderes vor.

 

Cannolo

Ausflugstipp Sizilien: Die Insel Favignana, eine besondere Gourmetempfehlung 

Es ging für mich auf eines der mehrmals täglich auslaufenden Flügelboote, das mich auf die ägadischen Inseln fuhr.

Die Insel LÉVANZO mit den 10.000 Jahre alten Höhlenmalereien, die Insel FAVIGNANA, die größte der drei Inseln mit malerischen tuffsteinbuchten und die Insel MARÉTTIMO mit duftenden Ginster- und Wildkräuterhügeln.


Die Insel FAVIGNANA war heute mein Ziel: Kaum zu glauben, dass in dem friedvollen Hafen von Favignana jedes Jahr Mitte Mai tausende Touristen pilgern um beim traditionellen Tunfischfang dabei zu sein. Die blutige Mattanza, bei der die Fische in ein Kammersystem aus Netzen getrieben werden ist aber definitiv nichts für zarte Gemüter. Die getöteten Tunfische dienen das ganze Jahr über als Nahrungsgrundlage für die Einheimischen und werden getrocknet und konserviert. In den zahlreichen Trattorien rund um den Hauptplatz ist Tunfisch fester Bestandteil der Speisekarte.

Ich war jedoch mehr an der malerischen Seite des Fischerorts interessiert und wollte die Insel zu Fuß erkunden. Nachdem ich noch nichts gefrühstückt hatte, beschloss ich, dies in einer nahegelegenen Hafenbar nachzuholen.

Kulinarische Reisetipp Sizilien: Cannoli

Kaum eingetreten lachte mich verführerisch ein Dutzend CANNOLI in der Vitrine an. „Frisch gefüllt“ rief mir die Frau hinter der Theke zu. Wer kann da schon Nein sagen – also ich jedenfalls nicht! Mit Canolli und Kaffee in den Händen (Achtung: nur Touristen bestellen einen Espresso!) setzte ich mich vor die Bar in die morgendliche Sonne.
Prall gefüllt verführte mich der Canollo zu einem ersten Bissen ein… Krosse Hülle, cremiges Inneres mit Schokotropfen und manchmal mit kandierter Orangenschale garniert. Das könnte zu meinem Lieblingsfrühstück werden! Die Ricotta-Füllung war ungewöhnlich intensiv. Die Besitzerin verriet mir, dass Sie ausschließlich Schafsricotta verwendet. Nun, das erklärte es. Schnell den kurzen Schwarzen hinuntergekippt und los ging es um Inselluft zu schnuppern.

 

Bucht Sizilien

Einzigartige Reieerlebnisse: Favignana private Inseltour mit einheimischem Führer

Mein Weg führte mich vorbei an Kaktusfeigen und wildem Fenchel, aber weit und breit war keine Menschenseele zu sehen.
Dann gelangte ich an die andere Küste und an die Strandbuchten mit azurblauem, glasklarem Wasser. Im Sommer aus allen Nähten platzend, gab es jetzt nur eine Handvoll Sonnenanbeter, die ihre Nasen der Sonne entgegenreckten.

Die nächste Bucht hatte ich ganz für mich alleine und schaute von einem Felsen, den im Wasser schaukelten Algen zu. Dann ertönte ein Hupen von der Straße. Ich drehte mich um und in einigen Meter Entfernung stand ein quietschgelber Bus und hupte unaufhörlich. Ich dachte es handele sich mal wieder um das typisch-südländische Balzverhalten, bis ein Pärchen aus dem Bus stieg und mich zu Ihnen winkte.
Meine Neugier war geweckt und ich kam näher. Ob ich Lust hätte auf eine private Inselrundfahrt in einem Schulbus, wurde ich gefragt. Da konnte ich wahrlich nicht ablehnen und schwupps schlossen sich die Bustüren hinter mir. Marcello, unser Busfahrer, erklärte, dass nichts los sei um diese Jahreszeit und er die Mittagspause für eine Rundfahrt nutzen möchte. Gesagt, getan und so kutschierte uns Marcello in dem klapprigen Bus zu einsamen Buchten und einem noch entlegeneren Leuchtturm. Auf dem Rückweg machten wir mit dem „Berg-Gesicht“ Bekanntschaft und lauschten gespannt einigen schaurigen Geschichten von Schmugglern.


Die 2 Stunden vergingen wie im Flug und viel zu schnell setze uns Marcello wieder am Hafen am, wo das Traghetto für die Rückfahrt schon vor Anker lag. Die fünf Minuten bis zur Abfahrt nutzte ich um noch schnell ein CANNOLO als Wegzehrung zu holen…

© Genussreisen / Autor: Ines Söder

Favignana

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